Produkttexte im Stapel aus Excel oder CSV erstellen: Datei, Google-Regeln, Prüfung und Rückimport
Von Joffrey Petit, Gründer von ecomDNAI · Stand:
Produkttexte aus einer Excel- oder CSV-Liste verstoßen nicht gegen Googles Regeln, solange jeder Text der Kundschaft hilft: Google erlaubt KI und Automatisierung ausdrücklich, ahndet aber viele Seiten ohne Mehrwert als „scaled content abuse“. Entscheidend sind eine saubere Datei mit einer Zeile je Produkt, eindeutiger SKU und echten Attributen, feste Vorgaben für Ton und Länge, ein Faktencheck gegen die Produktdaten und ein Rückimport, der nur die Textspalten ändert.
Was Google zu KI-Produkttexten sagt
Google bewertet Inhalte nach ihrem Nutzen, nicht nach ihrer Entstehung: „Appropriate use of AI or automation is not against our guidelines.“ Der Leitfaden zu generativer KI (Stand 1. Oktober 2026) verlangt aber, alle KI-Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit zu prüfen, auch Seitentitel, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte.
Die Grenze zieht die Spam-Richtlinie Scaled content abuse (deutsch: „Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten“), angekündigt am 5. März 2024, Stand 28. August 2026: „Scaled content abuse is when many pages are generated for the primary purpose of manipulating search rankings and not helping users.“ Erstes Beispiel: „Using generative AI tools or other similar tools to generate many pages without adding value for users“. Genannt sind auch automatisierte Umformungen wie Synonymisierung oder Übersetzung ohne Mehrwert.
Ein Stapel ist also unbedenklich, wenn jeder Text echte Angaben enthält, bei der Kaufentscheidung hilft und geprüft wurde. Riskant sind hunderte fast gleiche Texte, die nur Suchbegriffe austauschen.
Schritt 1: Die Datei vorbereiten
Generative Modelle rufen laut Google keine Fakten ab, sondern sagen wahrscheinliche Wortfolgen voraus. Was nicht in der Datei steht, erfindet die KI im schlechtesten Fall.
- Eine Zeile je Produkt: Bei Varianten genügt meist eine Zeile je Produktgruppe mit einer Spalte, die Farben oder Größen aufzählt.
- Eindeutige ID: SKU oder Artikelnummer in jeder Zeile, ohne Dubletten. Darüber ordnen Sie die Texte später zu (Shopify: URL handle, Shopware: Produktnummer).
- Pflichtspalten: Name, Marke, Kategorie und was Kunden vergleichen, etwa Material, Maße, Gewicht, Farbe, Lieferumfang und Pflege.
- Attribute statt Fließtext: eine Angabe je Spalte, mit Einheit („1,2 kg“ statt eines alten Werbetextes). Nur so lassen sich die Texte später gegen die Spalten prüfen.
- Interne Spalten entfernen: Einkaufspreis, Marge oder Lieferant gehören nicht in einen Auftrag an eine KI.
- UTF-8: Shopify verlangt UTF-8 mit LF-Zeilenenden; Shopware warnt, dass manche Programme Umlaute nicht UTF-8-konform speichern.
- Trennzeichen: Shopify erwartet Kommas, Shopware im Standard Semikolons mit Anführungszeichen als Textbegrenzer.
- Führende Nullen: Tabellenprogramme können sie laut Shopware entfernen. Legen Sie EAN-Spalten als Text an.
Schritt 2: Vorgaben für Ton und Länge festlegen
Halten Sie vor dem ersten Lauf schriftlich fest, was für alle Texte gilt:
- Anrede und Ton: Sie oder du, sachlich oder locker, mit oder ohne Fachbegriffe.
- Aufbau: zum Beispiel ein Satz zum Nutzen, dann Stichpunkte mit technischen Daten, dann Pflege und Lieferumfang.
- Länge je Ziel: Produktseite länger, Listing oder Feed kürzer. Die festen Grenzen stehen in der Tabelle unten.
- Tabu-Liste: Superlative ohne Beleg, Preise und Versandhinweise, Großbuchstaben zur Betonung, Vergleiche mit anderen Produkten. Die drei letzten schließt Google Merchant Center für Beschreibungen ausdrücklich aus.
- Testlauf: erst 10 bis 20 Produkte aus verschiedenen Kategorien, Vorgaben nachschärfen, dann der ganze Katalog.
Schritt 3: Varianten und doppelte Inhalte
Varianten, die sich nur in Farbe oder Größe unterscheiden, brauchen keinen eigenen Fließtext. Google schreibt: „Some duplicate content on a site is normal and it's not a violation of Google's spam policies.“ Bei sehr ähnlichen Seiten wählt Google eine kanonische URL und zeigt meist nur diese.
- Ein Text je Produktgruppe: Die Unterschiede gehören in die Variantenattribute, nicht in hundert umformulierte Fassungen. Synonym-Umformungen ohne Mehrwert nennt Google ausdrücklich als Spam-Beispiel.
- Eigene URL je Variante: Google beschreibt beide Wege, eine Seite mit wählbaren Varianten oder mehrere Seiten. Bei mehreren Seiten nennt der Titel das unterscheidende Merkmal.
- Im Feed: Merchant Center verlangt, dass Titel von Varianten das unterscheidende Merkmal wie Farbe oder Größe enthalten.
Schritt 4: Qualität prüfen, bevor etwas live geht
- Automatische Prüfungen: leere Texte, Dubletten, Längen über dem Limit, Platzhalter, falsche Sprache, Wörter aus der Tabu-Liste.
- Faktencheck gegen die Attribute: Jede Zahl und jede Materialangabe im Text muss in der Datei stehen.
- Stichproben: den Testlauf vollständig lesen, danach je Kategorie eine Stichprobe, mehr bei umsatzstarken oder erklärungsbedürftigen Produkten.
- Verbotene und riskante Aussagen: Heilversprechen, gesundheitsbezogene Wirkaussagen, Umweltversprechen ohne Beleg, Garantien, die Sie nicht geben. Was zulässig ist, hängt von Produktgruppe und Land ab; lassen Sie heikle Kategorien fachkundig prüfen. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
- Freigabe festhalten: wer welchen Stapel wann geprüft hat.
Schritt 5: Rückimport in Shop und Feed
| Ziel | Textfelder | Grenzen und Format | Wichtig beim Import |
|---|---|---|---|
| Shopify (Produkt-CSV) | Title, Description (ältere Vorlagen: „Body (HTML)“), SEO title, SEO description | SEO-Titel bis 70, SEO-Beschreibung bis 320 Zeichen; Komma, UTF-8, höchstens 15 MB je Datei | für Updates Pflicht: URL handle und Title; „Overwrite products with matching handles“ wählen |
| Shopware 6 (Import/Export) | Name und Beschreibung je Sprache, zugeordnet im Profil | Semikolon, Anführungszeichen, UTF-8 | Aktualisieren bestehender Daten aktivieren; Produktnummer statt UUID als Kennung möglich |
| Google Merchant Center (Feed) | Titel und Beschreibung; KI-Texte als strukturierter Titel und strukturierte Beschreibung | Titel bis 150, Beschreibung bis 5000 Zeichen, reiner Text | das Wichtigste in die ersten rund 70 Zeichen des Titels und die ersten 160 bis 500 Zeichen der Beschreibung |
Shopify
Exportieren Sie zuerst Ihre Produkte; Shopify rät vor jedem Import zu einer Sicherung. Für Text-Updates genügt eine schlanke Datei mit URL handle, Title und den Textspalten: Fehlende Spalten bleiben unverändert, eine vorhandene, aber leere Spalte überschreibt den Wert im Shop mit leer. Variantenspalten wie SKU ohne die Optionsspalten ersetzen bestehende Varianten durch eine Standardvariante. Sortieren Sie die Exportdatei nicht in Excel, sonst können laut Shopify Bildzuordnungen verloren gehen.
Shopware
Am sichersten exportieren Sie mit dem Produktprofil, ändern nur die Textspalten und importieren mit demselben Profil, bei dem das Aktualisieren bestehender Daten aktiviert ist. Statt der langen UUID können Sie die Produktnummer als Kennung festlegen. Fehlerhafte Zeilen sammelt Shopware in einer eigenen CSV-Datei zum Korrigieren.
Google Merchant Center
Merchant Center verlangt (Stand Oktober 2026), dass mit generativer KI erstellte Titel und Beschreibungen in den Attributen strukturierter Titel und strukturierte Beschreibung stehen, jeweils als KI-erstellt gekennzeichnet. Zu lange Texte kürzt Google mit einer Warnung. Werbung wie „kostenloser Versand“, Großbuchstaben und Links gehören in keines der Felder.
Checkliste für Ihren nächsten Stapel
Datei
- eine Zeile je Produkt oder Produktgruppe, eindeutige SKU
- Attribute in eigenen Spalten, mit Einheiten
- interne Spalten wie Einkaufspreis entfernt
- UTF-8, richtiges Trennzeichen, EAN als Text
Texte
- Vorgaben zu Ton, Aufbau, Länge und Tabu-Wörtern schriftlich
- Testlauf mit 10 bis 20 Produkten gelesen
- jede Zahl im Text mit den Attributen abgeglichen
- keine Heil- oder Wirkversprechen
Rückimport
- Sicherung des aktuellen Stands vorhanden
- nur ID- und Textspalten, keine leeren Textzellen
- Merchant Center: KI-Texte als strukturierter Titel und strukturierte Beschreibung
- nach dem Import einige Produktseiten kontrolliert
Mit ecomDNAI
Mit dem Produkt-Texter von ecomDNAI laden Sie eine Excel- oder CSV-Liste hoch, ordnen die Spalten einmal zu und wählen eine von fünf Vorlagen (drei Längen, zwei Aufbau-Varianten). Interne Spalten wie den Einkaufspreis schalten Sie vor dem Lauf aus; der Stapel läuft auf dem Server mit Fortschritt je Artikel. Exportiert wird als CSV für Import-Werkzeuge oder als Excel mit einer Zeile je Produkt, Übersetzungen in über dreißig Sprachen als weitere Blätter. Bei großen Feeds zeigt der Content Hub, welche Artikel schon Text haben. Die Stichprobe vor dem Import bleibt Ihre Aufgabe.
Häufige Fragen
Straft Google KI-generierte Produkttexte ab?
Nicht wegen der KI. Laut Google verstößt angemessener Einsatz von KI oder Automatisierung nicht gegen die Richtlinien. Spam sind viele Seiten, die vor allem Rankings manipulieren sollen und Nutzern kaum Mehrwert bieten, egal wie sie entstanden sind.
Wie lang dürfen Titel und Beschreibung im Google Merchant Center sein?
Der Titel höchstens 150 Zeichen, die Beschreibung höchstens 5000 Zeichen. Sichtbar sind meist nur die ersten rund 70 Zeichen des Titels; das Wichtigste der Beschreibung gehört in die ersten 160 bis 500 Zeichen.
Muss ich KI-Texte im Merchant Center kennzeichnen?
Ja. Mit generativer KI erstellte Titel und Beschreibungen gehören in die Attribute strukturierter Titel und strukturierte Beschreibung, jeweils als KI-erstellt gekennzeichnet.
Komma oder Semikolon als Trennzeichen?
Shopify erwartet Kommas, Shopware im Standard Semikolons. In beiden Fällen gilt UTF-8.
Brauchen Varianten eigene Produkttexte?
In der Regel nicht. Ein guter Text je Produktgruppe und korrekte Variantenattribute reichen. Etwas doppelter Inhalt ist laut Google normal und kein Verstoß.
Quellen
- Google Search Central: Leitfaden zu Inhalten mit generativer KI
- Google Search Central: Creating helpful, reliable, people-first content
- Google Search Central: Spam-Richtlinien (Scaled content abuse)
- Google Search Central Blog: Google Search and AI-generated content (Februar 2023)
- Google Search Central Blog: Core-Update und neue Spam-Richtlinien (5. März 2024)
- Google Search Central: Kanonisierung und doppelte Inhalte
- Google Search Central: Produktvarianten
- Google Merchant Center: Produktdatenspezifikation
- Google Merchant Center: Attribut Titel
- Google Merchant Center: Attribut Beschreibung
- Google Merchant Center: KI-generierte Produktdaten
- Shopify Hilfe: Using CSV files to import and export products
- Shopify Hilfe: Importing products with a CSV file
- Shopware 6 Dokumentation: Import/Export